Workshops 2014

Faszination Computerspiele – E-Sport und Gamification
Christian Schlöndorf, Medienpädagogischer Berater

schloendorfMit dem Begriff „E-Sport“ bezeichnet man den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen. Die Spieler befolgen Regeln, welche durch die Software und die verschiedenen Ligen vorgegeben werden. Wie organisieren sich die Spieler im Netz? Wie werden sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen und wie sehen sie sich selbst?

Im Workshop wagen wir einen Blick auf die Entwicklung von Videospielen und diskutieren das Potential von Serious Games und Gamification im Unterricht. Wäre es nicht toll, wenn meine Schüler genauso engagiert lernen würden, wie sie Videospiele spielen?


Tabletcomputer – ein Tor zur vernetzten Welt
Andreas Hofmann, Medienpädagogischer Berater

hofmannVielen Schulen eröffnen Tablet PCs die Möglichkeit, das Internet, kooperative Lernformen und Web2.0 Tools in den Unterricht zu integrieren. Einfaches Handling, geringe Berührungsängste und wenig Administration versprechen die Geräte. Anhand eines praktischen Unterrichtsbeispiels sollen Möglichkeiten und Grenzen dieser Geräteklasse erprobt werden. Den Teilnehmern werden Leihgeräte für das praktische Arbeiten für die Dauer des Workshops zur Verfügung gestellt.


Freie Materialien im Internet finden und richtig nutzen
Creative Commons und Open Educational Resources

Steffen Schwabe, Medienpädagogischer Berater

schwabeDie modulartigen Urheberrechtslizenzen von Creative Commons (CC) schaffen die Möglichkeit nach dem Motto „some rights rerserved“ selbst zu bestimmen, unter welchen Bedingungen ein Werk weiter verwendet werden darf.
Der Workshop geht dabei folgenden Fragen nach:

– Urheberrecht – Was schützt das UrhG und was nicht?
– CC – Was ist das?
– CC – Wie funktioniert es und welche Lizenzen gibt es?
– Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?
– Welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus?
– Wo finde ich das alles im Netz?


 


Meine Spuren im Netz „ownen“ (besitzen)
Maik Riecken, Medienpädagogischer Berater

rieckenDer Ausspruch stammt von Kristian Köhntopp, an dessen Lippen ich Mitte der 90er-Jahre auf einem der ersten Linuxstammtische als junger Student gebannt gehangen habe. Kristian ist an der Entwicklung von PHP maßgeblich beteiligt gewesen, hat lange Zeit im Kontext von MySQL gearbeitet, war für IT-Security bei web.de zuständig und betreut heute die Datenbanksysteme von bookings.com. Er kann damit mit Fug und Recht als einer der Architekten der Tools bezeichnet werden, die uns heute umgeben, die uns aber im Kontext von Überwachung durch die Geheimdienste viele Sorgen bereiten. Kristian prägt mich bis heute in meinem Netzverhalten.
Wie bewege ich mich in dieser technologisierten Welt? Wie versuche ich, dass Paradoxon zwischen den Chancen und den Gefahren der Digitalisierung für mich aufzulösen? Warum lehne ich Appleprodukte strikt ab und pflege nur meinen Twitteraccount und nicht google+ oder gar Facebook? Warum bin ich in meinem Blog trotzdem vergleichsweise offen? Was zeige ich dort bewusst nicht? Was muss Gesellschaft meiner Meinung nach leisten, um weiterhin an unserem Staatswesen partizipieren zu können?
Alle meine Aktivitäten im Netz verfolgen den Zweck, das umzusetzen, was Kristian mit dem Begriff des „Ownens der eigenen Datenspur“ bezeichnet.
Ich stelle mein Konzept in diesem Vortrag (ca. 45 Minuten) zur Diskussion.


Handy lieb & teuer
Gerhard Grigo, Teamer der Landesstelle Jugendschutz Nds.

Foto_Gringo_80Das Peer-Projekt „Handy – lieb und teuer“ der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen

Handy oder Smartphone sind in den letzten Jahren zu ständigen Begleitern von Schülerinnen und Schülern geworden. Die Nutzung der Geräte erfolgt weitgehend unkontrolliert durch Erwachsene. Das Handy bzw. Smartphone hält Optionen bereit, für die viele Schüler und Jugendliche nur unzureichend gerüstet sind – Musik hören, fotografieren, filmen oder im Netz surfen, MMS, SMS oder WhatsApp Nachrichten versenden, chatten oder Filme ansehen und weiterleiten. Mit der Zahl der Funktionen wachsen auch die Risiken, die mit der mobilen Kommunikation verbunden sind. Wenn per SMS Drohungen und Beschimpfungen weitergegeben werden, wenn gemeine Videos plötzlich im Netz kursieren oder wenn Gewaltfilme und Pornos versendet werden, wird das Handy auch zum Auslöser sozialer und rechtlicher Probleme.
Im Projekt „Handy lieb und teuer“ werden diese und weitere Probleme mit den Mädchen und Jungen erörtert und im Workshop vorgestellt.


Cyber-Mobbing: Medienkompetenz trifft Gewaltprävention
Andrea Buskotte, Landesstelle Jugenschutz

buskotteAktuelle Forschungen kommen übereinstimmend zu der Feststellung, dass Kinder und Jugendliche im Rahmen ihrer Online-Aktivitäten auch negative Erfahrungen machen. Cyber-Mobbing ist für die meisten Mädchen und Jungen ein Begriff, für viele eine irritierende oder belastende Realität, in der sie Unterstützung brauchen. Wie bei anderen Formen von Gewalt und Übergriffen sind auch bei Cyber-Mobbing Erwachsene gefragt: als Ansprechpartner für betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch für die Vermittlung von Prävention und Aufklärung. Im Projekt „Cyber-Mobbing: Medienkompetenz trifft Gewaltprävention“ erarbeitet die LJS Methoden und Materialien für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen – sie werden in diesem Workshop vorgestellt und diskutiert.


Digitale Selbstverteidigung praktisch: Die Post-NSA Aera und Konsequenzen für unser (schulisches?) Handeln
Ekkehard Brüggemann, Hauke Tongers, Medienpädagogische Berater

tongersbrueggemannMedienkompetenz hat auch etwas damit zu tun, selber entscheiden zu können, welche Daten man im Netz hinterlässt und welche nicht.
Nach einer kurzen Einführung in die aktuelle Lage gibt es in diesem Workshop praktische Tipps, wie man sich selber ein Bild der teilweise unfreiwilligen Datenspuren im Netz machen kann und wie man ggf. Gegenmaßnahmen einleiten kann.


Informationelle Selbstbestimmung –
Zwischen unveräußerlichem Grundrecht und lästiger Dienstpflicht
Jürgen Schuppe, Medienpädagogischer Berater

schuppeSeit allen Beteiligten bekannt sein sollte, dass Big Data auch unsere beschauliche Schulwelt einschließt, sind Lehrerinnen und Lehrer mehr oder weniger verunsichert, ob sie das Thema wirklich betrifft, oder ob sie es nicht besser nonchalant ignorieren.
Schule ist und bleibt eine Spielwiese, auf der sich unsere Zöglinge ausprobieren, die Welt kennen lernen und ihrer Chancen und Gefahren bewusst werden sollten. Und wir sind ihre Coaches.
Den (un-)klaren Rahmen bilden jedoch Schulgesetz, Dienstrecht, Erlasse und Curricula, die wir gern ausblenden, weil es extrem lästig sein kann, jeden interessanten Unterricht auf seine Risiken und Grenzen abzuklopfen. Können wir uns das leisten? Oder gibt es einfache „Regeln“
und technische Lösungen, die abgesichertes, regelkonformes Verhalten im Netz und interessanten Unterricht vereinbaren?
Und haben wir neben unseren Dienstpflichten nicht auch ein demokratisches Grundrecht zu verteidigen, das uns und unsere Kinder vor einem Polizeistaat schützt?
Kurz: Sind wir zu blauäugig geworden?


Cybermobbing
Peter Sommerhalter, Bündnis gegen Cybermobbing

sommerhalter Portrait 2012_80lIn einer Übersicht erfahren Sie die Fakten aus der aktuellsten Studie Cyberlife vom Bündnis gegen Cybermobbing. Nach einer kurzen Erklärung: „Was ist eigentlich Cybermobbing“ und warum ist der Tatort Internet so viel schlimmer als bisheriges Mobbing, werden Ursache und Strukturen von Cybermobbing erklärt. Über die rechtlichen und menschlichen Aspekte werden Beispiele aus der Praxis erläutert und letztendlich Präventions- und Interventionsmöglichkeiten aufgezeigt. Insbesondere das Buch: „Wir erheben unsere Stimme“ (die besten Beiträge aus dem 1. bundesweiten Schreibwettbewerb) und das Projekt „Wir alle gegen Cybermobbing“ in Kooperation mit „Weißer Ring“ und dem didaktischen Material vom Bündnis gegen Cybermobbing werden vorgestellt. Für Fragen innerhalb und außerhalb des Vortrages steht der Referent gerne zur Verfügung.


„Mediensicherheit – Risiken im Internet“
Sandra Scholz und Dorothea Schwarzbach, Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover

Sandra_Scholz-sizedDorothea_Schwarzbach-sizedIm Rahmen dieses Workshops stellt die Präventionspuppenbühne ihr neu entwickeltes Stück zum Thema „Mediensicherheit – Risiken im Internet“ vor. Das Stück richtet sich an Grundschüler/-innen der 4. Klasse und vermittelt folgende Inhalte:

  • Was muss ich beim Anmelden in einem sozialen Netzwerk beachten und was passiert mit meinen Daten?
  • Was ist Mobbing / Cybermobbing und was kann ich dagegen tun?
  • Ist alles wahr was im Internet steht und wer ist mein Chatpartner wirklich?
  • Kann ich mich im Internet besser schützen?

Im Anschluss werden die vorgestellten Themen und das Konzept diskutiert.


Cloud-Computing
Olaf Bialas, Georg Häusler

georg Hbild-olaf-bialasViele User nutzen heutzutage Cloud-Dienste von kommerziellen Anbietern. So zum Bsp. Google für das Speichern und Synchronisieren (zwischen verschiedenen Geräten) von Adressen und Terminen oder Dropbox für das Speichern und Synchronisieren von Daten, Fotos und Musik. Dabei stehen immer folgende Fragen im Raum: Wo landen eigentlich meine Daten? Wer könnte (außer mir!) noch Zugriff darauf bekommen? Wofür könnten die Daten verwendet/missbraucht werden?

Eigene Cloud-Computing-Rechner bieten hier die Möglichkeit, selbst die Kontrolle über SEINE Daten zu behalten. In unserem Workshop möchten wir zeigen, wie man sich solch einen Cloud-Computing-Rechner erstellt und administriert. Dabei zeigen wir auch Möglichkeiten, die eigenen Cloud-Dienste auf verschiedenen Geräten und Anwendungen zu nutzen (zum .Bsp. Rechner, Tablet, Smartphone).

Teilnehmer des Workshops können im Anschluss von uns einen vorkonfigurierten Cloud-Computing-Rechner (als Virtualisierung) erhalten, welcher innerhalb weniger Minuten einsatzfähig ist.


Primolo
Christian Mund, Medienpädagogischer Berater

christian_120pxPrimolo ist ein kostenfreies Angebot für 8 – 12Jährige – zusammen mit einer Lehrkraft oder einer pädagogischen Fachkraft – einfache aber doch ansprechende Webseiten zu gestalten. Diese können dann im Internet veröffentlicht werden. Primolo eignet sich sehr gut für Projekte, zur Gestaltung von Referaten oder die Erstellung einer Schülerzeitung.
Im Workshop wird dieses besonders für Grundschulen geeignete Angebot vorgestellt und ausprobiert.


Google und co
Christian Mund, Ulrike Nädler, Medienpädagogische Berater

naedlerchristian_120pxDieser Workshop richtet sich vor allem an Teilnehmer, die wenig Erfahrung mit sozialen Netzwerken haben. Auf möglichst unterhaltsame Art möchten wir Ihnen die Geschichte und die Ziele der Netzwerke vorstellen und – bei Bedarf – mit Ihnen einen Account anlegen.

Zu Google als Suchmaschine gibt es Alternativen, auch darüber möchten wir mit Ihnen diskutieren.


Sexting
Maik Riecken, Medienpädagogischer Berater

rieckenSexting ist die private Kommunikation über sexuelle Themen per SMS. Im engeren Sinn handelt es sich um Dirty Talk zur gegenseitigen Erregung.
Seit Verfügbarkeit der Multimedia Messaging Services (MMS) kann damit auch der Versand von erotischen Bildmaterials des eigenen Körpers über Instant-Messaging-Anwendungen durch mobile Endgeräte verbunden sein.“ (Quelle: Wikipedia) Wir reden von Gewalt von Kindern gegen Kinder oder von Gewalt Jugendlicher gegen Kinder oder Jugendliche. Es passt nicht zu unsren idealisierten Bild von Kindheit, dass man sich bereits in diesem Alter gegenseitig bloßstellt, dass man sich auch derartig sexualisieren lässt.

Begreifen diese Kinder und Jugendlichen denn nicht, was sie sich und anderen damit antun? Warum tun sie sowas? Tun sie sowas überhaupt oder dienen Dinge wie das Sexting gar nur den Bewahrern und Mahnern vor dem Internet als Verteufelungsgrund? Was bedeuten diese Bilder für die dargestellten Personen auf dem späteren Lebensweg oder gar im Beruf?

Nach einem Impulsvortrag möchte ich, Vater von fünf Kindern, Lehrer, Blogger, aktiver Twitterer mit Ihnen als Gruppe Erfahrungen und Ideen zum Umgang mit diesem Thema sammeln.


Geocaching – Kurze theoretische Einführung und anschließend viel praktische Feldarbeit

Portrait-Geheimpunkt-web-1Daniel Pflieger, Geheimpunkt

Geocaching ist ein weltweit gespieltes Spiel, was sich großer Beliebtheit erfreut. Die moderne Schnitzeljagd hat in den letzten 14 Jahren etwa 6 Millionen Mitspieler gefunden, diese versteckten weit mehr als 2 Millionen „Schätze“ auf der ganzen Welt. Entdecken Sie dieses spannende Hobby für sich! In einer kurzen Einführung werden die Basics und Zugangswege erläutert. Danach wird draußen gespielt und das Hobby an Hand exemplarischer Übungscaches erlebbar gemacht. Für Rätselfreunde, Naturliebhaber und sportlich aktive Menschen werden passende Ziele dabei sein.
Im Anschluss gibt es eine kurzweilige Auswertungsrunde und ein Ausblick über Möglichkeiten, wie Geocaching in der Bildungsarbeit eingesetzt werden kann.

Referent ist Daniel Pflieger, Geschäftsführer der Geheimpunkt GmbH und seit vielen Jahren aktiver Geocacher.

Voraussetzung: festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung.